Was ist dein individuelles wahrhaftiges Ziel des Lebens?

Weißt du, was für dich wirklich zählt?

  • Was sind für dich die eigentlichen Werte und Ziele im Leben? – Hinter den oberflächlichen wie dem eigenen Haus, Familie, Auto, finanzielle Sicherheit, gute Karriere und ähnlichem.
  • Was möchtest du für dich erreicht haben?
  • Welche Erfahrung ist dir wichtig?
  • Worauf kommt es für dich an in der persönlichen Entwicklung?

Je nachdem wen man fragt, wird man bestimmt eine Vielfalt unterschiedlicher Antworten erhalten.

Ich habe mich in einer Selbstfindungsphase mal mit der Frage beschäftigt. Dabei bin ich auf allerhand, für mich wichtige und erstrebenswerte, persönliche Ziele gestoßen.

Somit fiel es mir leichter zu unterscheiden, welche Ziele ich von der Gesellschaft übernommen habe und welche wirklich mit meinem Herzen übereinstimmen.
Zudem habe ich durch diese Thematik auch erkannt, dass jeder Mensch in diesem Punkt unterschiedlich und individuell entscheidet, was für ihn wichtig ist.

Das anzuerkennen hilft mir, jeden mehr in seinem Wertesystem zu lassen, ohne ihn von meinem überzeugen zu wollen. Mein Weltbild ist sehr offen und wandelbar, aber in einigen Grundfesten bin ich mir schon sehr klar.
Einen davon möchte ich gerne hier mit dir teilen, die Erfahrungen erzählen nicht nur meine Geschichte, sondern die vieler, die mir begegnen.

Vielleicht findest du auch Parallelen zu dir.

Back to the roots

Für mich ist es bedeutsam, zurück zu unseren Wurzeln, also unserem Wesenskern zu finden. Sie wieder zu entdecken und auszugraben hinter den Fassaden die wir selbst aufgebaut haben.

Mauern aus Masken, sowie Rollen in die wir geschlüpft sind, um uns der Masse anzupassen oder sich verbissen von ihr abzuheben.
Dabei haben wir uns die Möglichkeit verbaut, wahrlich wir selbst sein zu können. Zu erfahren, was es heißt, sich selbst treu zu sein und authentisch zu leben.

Doch die meisten unserer Wesensanteile haben wir oft bereits in der frühen Kindheit versteckt, vergraben und verdrängt. Weil wir Angst hatten, damit nicht geliebt zu werden.

Ich vermute stark, dass wir alle irgendwann die Erfahrung gemacht haben, nicht so gewesen sein zu dürfen, wie wir grade waren. Mit Sätzen wie „Sei nicht so laut!“, „Stell dich nicht so an!“, „Krieg dich jetzt wieder ein!“, „Mach nicht so ein Theater!“….

Was auch immer es für Botschaften waren, als Kind sind sie uns sehr nahe gegangen. Es ist ein Grundbedürfnis von jedem Menschen, dazu gehören zu wollen, sowie sich angenommen zu fühlen.

Daher passen wir uns als Kinder unbewusst an. Denn wir waren viel zu jung um dieses Gefühl der Ablehnung ertragen zu können.

Wir wollen den Schmerz nicht spüren und tun alles, um ihm aus dem Weg zu gehen. So entwickelten wir geschickte Strategien und Rollen, in die wir schlüpfen um angenommen zu werden.

Die Folgen des Gestern im Heute

Dieser Schritt der Entwicklung ist auch sehr wichtig, und teilweise gehört er sogar zum natürlichen Sozialisierungsprozess dazu. Dennoch verdrängen wir in dieser Zeit nicht nur diesen Schmerz, sondern auch alle Anteile, die einst diese Ablehnung hervorgerufen haben.

Das sind dann nicht selten auch Charakterzüge, die wir bei uns selbst und anderen nicht mögen. Schließlich verbinden wir damit destruktive oder negative Eigenschaften und Erinnerungen.

Aber unterm Strich, sind wir nicht wirklich wir selbst.

So fehlen uns mit einigen Persönlichkeitsanteilen auch Blickwinkel aufs Leben. Ebenso werden wir stetig an sie erinnert, besonders in Partnerschaften. Dann reagieren wir auf eine Situation sehr emotional, weil sie uns an eine frühere Erfahrung erinnert, die noch ungeheilt sind.

In dem Gegenüber erkennen wir, was wir selbst verurteilen, doch auch nach was wir uns sehnen.
Wir brauchen unsere Mitmenschen also auch als Spiegel, um uns selbst in ihnen zu erkennen. Somit können wir mehr unsere verdrängten Anteile entdecken, durchfühlen und wieder umarmen.

Es ist ein bisschen so, als würde sich diese Herausforderung durch unser ganzes Leben ziehen.

Das Ziel ist dabei, wieder vollständig ‚ich selbst sein‘ zu können. Denn desto mehr Aspekte unserer Persönlichkeit wir zulassen, umso vielfältiger nehmen wir das Leben war.

Zudem steht uns dann all die Energie zur Verfügung,  die wir sonst brauchen um unsere Gefühle und Anteile zu verdrängen. Es ist ein hoher Aufwand sich vor sich selbst zu verstecken.

Und wie willst du wissen, was du wirklich willst, wenn du gar nicht ganz du selbst bist? 

 

Wie das Ying und Yang

Dabei treten wir auf der Treppe zu unserem inneren Wesenskern jeweils abwechselnd rechts und links auf. Das heißt, dass wir meist erst einen unangenehmen Teil von uns entdecken, wie z.B Eifersucht oder Misstrauen. Verbunden mit einer schmerzhaften Erfahrung.

Doch dahinter sitzt eigentlich ein unerfülltes Bedürfnis. Für den nächsten Schritt brauchen wir also die Bereitschaft diesen Schmerz durchzufühlen und die alte Erfahrung loszulassen. ( Unterstützend wirkt dabei das Nachnähren )

Schließlich hat sich inzwischen einiges an unserer Lebenssituation geändert. Wir sind nicht mehr das kleine Kind, was unter jeder Bedingung angenommen werden möchte. So sind diese alten Strategien der Anpassung eher hinderlich geworden, als dass sie uns noch weiter helfen.

  • Überprüfe einmal für dich, ob es dir eine alte Strategie einfällt, die du dir einmal antrainiert hast.
  • Ist sie dir noch dienlich?
  • Was brauchst du, um sie loslassen zu können?
  • Kann dein Umfeld, aber vor allem du selbst, damit dienen?

Ganz nach dem Prinzip des Ying und Yang, hast du eine helle angenehme Seite in dir, gleichwohl eine dunkle unangenehme.

Umso mehr du bereit bist, die unangenehmen Teile anzuschauen und zu umarmen, desto mehr befreist du den berührbaren wahren Kern dahinter. Und du spürst deutlicher, was das Erlebte mit dir macht.

Außerdem kannst du auch mehr eigene Entscheidungen treffen und dir persönliche Ziele setzen. Unabhängig von den Erwartungen im Außen. Weil du dir treu bist, mit all deinen Anteilen.

Das ist für mich wirklich (sich) selbst-bewusst sein.

 

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