Mein Weg vs. gesellschaftliche Erwartungen

Weg

Gehe deinen eigenen Weg höre auf dein Herz! Was bedeutet das genau in der direkten Umsetzung?

Es ist gar nicht so leicht seinem Herzen zu folgen, wenn man nie gelernt hat auf seine innere Stimme zu hören. Und wie weiß ich, was mein Weg ist, wenn ich noch gar nicht weiß, was ich eigentlich will und was ich kann? So geht es wohl einigen Jugendlichen zum Ende der Schulzeit. Mir erging es auf jeden Fall so, und auch als ich meine Mitschüler fragte, wusste kaum einer wirklich was er mit seinem Leben anfangen möchte.

Für mich stand nur fest, dass die Schule eine einzige Quälerei für mich war. Und statt ohne Plan von Nix noch weitere zwei Jahre Abi durch zu prügeln, entschied ich mich für ein Jahr Auszeit. Innerhalb diesen Jahres habe ich verschiedene Praktika gemacht, Workshops und Seminare besucht. Auch hatte ich endlich Zeit für die persönlichen Prozesse. Ich habe mich mit meiner Mutter versöhnt, alte Ängste und Schmerzen durchgefühlt. Doch das Wichtigste war, dass ich mich in diesem Jahr wirklich selbst kennen lernte. Ich erfuhr über meine verschiedenen Anteile und Stimmen und lernte immer spielerischer damit umzugehen. So spürte ich meine gesamte Vielfalt an Gefühlen und Persönlichkeitsaspekten.

Mir wurde mehr und mehr klar, dass ich genau das arbeiten möchte. Ich will anderen jungen Menschen die gleiche Unterstützung in dieser Selbstfindungsphase sein, wie Medi und Stefan es für mich waren. Nicht jeder hat das Glück mit Menschen zusammen leben zu können, die einen wirklich vollkommen annehmen und mit allem, was man ist, akzeptieren.

Die einem helfen mit seinen extremen Gefühlen und dem Gedanken Chaos klar zu kommen. Die einen darin unterstützen, den eigenen berühbaren wahrhaftigen Wesenskern wieder zu entdecken und zu entfalten!

Diese Unterstützung möchte ich jedem bieten, der bereit ist, sich seinen Schatten anzuschauen. In der Ausrichtung und vielleicht auch Sehnsucht nach einem erfüllten wahrhaftigen Leben und liebevollem Umgang mit sich selbst!

Wirklich man selber sein. Vollkommen und wahrhaftig. Sich selbst mit seinen Gefühlen ernst nehmen und die eigenen Ziele erreichen, anstatt anderen Erwartungen gerecht zu werden.

Das bedeutet auch, sich mit seinen Schattenanteilen und negativen Stimmen auseinander zu setzen. Sowie sich immer wieder durch seine Widerstände hindurch auf eine Lösung auszurichten. Ganz viel steht und fällt mit der inneren Entscheidung die man trifft. Suhle ich mich in meinem Selbstmitleid und den Problemen? Sehe ich mich als Opfer meiner Umstände? Oder bin ich bereit mein Leben selber in die Hand zu nehmen, und erlaube mir auch selbst Ursache zu sein? Möchtest du Teil des Problems oder Teil von der Lösung sein.

Wem gehört mein Leben?

sei ein kunstwerkAls sehr heftig habe ich, die Konfrontation mit den kollektiven gesellschaftlichen Prägungen, Etiketten und Konditionierungen erfahren. Oft ist die Entscheidung seinen eigenen Weg zu gehen damit gekoppelt nicht mehr den Erwartungen im außen gerecht zu werden. Das kann viel Gegenwind erzeugen. Und Zweifel aufkommen lassen. Die innere Stimme – die Angst hat nicht geliebt zu werden, so wie man wirklich ist -möchte sich lieber wieder anpassen, anstatt sich selbst treu zu sein.

Und doch ist es wie eine unbewusste Prüfung: Bin ich mir wirklich sicher in dem was ich tue? Entspricht das meiner Herzensweisheit, meiner Wahrheit? Kann ich damit zu mir stehen, weil es meinem wahren Wesenskern entspricht und mein Herz bei dem Gedanken daran tanzt?
Ich spreche jetzt im speziellen von meiner beruflichen Entscheidung. Doch diese Schwierigkeiten können bei jeder Entscheidung aufkommen, bei der du auf dich selbst hörst, statt auf die Stimmen von außen.

Es ist so wichtig, dass wir lernen, unsere eigenen Bedürfnisse zu erfüllen

Zu erfahren wer wir wirklich sind und was wir im Leben wollen. Entscheide ich mich bewusst für diese Beziehung oder rutsche ich da gerade rein? Möchte ich wirklich diesen Beruf erlernen oder mache es damit nur anderen recht? Unterdrücke ich vielleicht seit längerem einen aufkeimenden Wunsch, da ich mich nicht traue, ihn mir einzugestehen und umzusetzen? Habe ich Angst vor dem Urteil anderer?
Dann frage ich dich:

Was hast du zu verlieren? Und noch besser: Was hast du zu gewinnen?

Worauf möchtest du zurückblicken, wenn du einmal im Sterbebett liegst?

Was wirst du dann wirklich als wichtig empfunden haben?

Bist du dir selbst treu gewesen?

Denn du bist die einzige Person mit der du dein gesamtes Leben verbringst. In welchem Verhältnis stehst du zu dir selbst? Nimmst du dich mit deinen Gefühlen und Bedürfnissen Ernst? Eine gute Übung dazu ist:

Schreib dir einmal alles auf, was du dir von deinem idealen Partner in einer idealen Beziehung wünscht. Gehe die Liste danach nochmal durch und markiere all die Punkte, die du selbst dir gegenüber bereits erfüllst. Beim zweiten Durchgang markiere alles, was Du in Zukunft entwickeln möchtest.
Die Beziehung zu dir spiegelt sich auch in deinen Beziehungen zu anderen wieder. Aber dazu erzähle ich gerne mehr in einem weiteren Blog.

Bewusstseinsarbeit und Persönlichkeitsentwicklung können dir dabei helfen, mehr Klarheit über dich selbst, deine Fähigkeiten, Talente und wahren Bedürfnisse zu erlangen. Oft sind sich die meisten Menschen gar nicht bewusst, wie sehr sie sich selbst verleugnen, weil sie gar nicht wissen, oder verdrängt haben, wer sie eigentlich sind. Das wird uns in unserer Gesellschaft auch nicht gerade leicht gemacht, da wir lernen wie wir zu sein haben, anstatt uns selbst zu entfalten.

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