Herz über Kopf

herz über kopf

Wir leben in einer Leistungsgesellschaft, in der Gewinne erzielen, „erfolgreich“ und möglichst produktiv zu sein mehr zählt, als seinem Herzen zu folgen. Wir sind beeinflusst von den Erwartungen und Glaubenssätzen unserer Familie und Freunde. So entscheiden wir uns oft schon in jungen Jahren, das Leben eines anderen zu leben, statt unsere eigenen Träume zu verwirklichen.

Ein Grund dafür ist, dass wir kaum Zeit haben NACH ZU SPÜREN, was wir WIRKLICH wollen. Was wir uns für unser Leben wünschen und entdecken, was unsere Fähigkeiten sind.

Stattdessen wird uns früh vorgeschrieben, wie wir zu sein haben, nach welchen Regeln wir denken sollen, was realistisch und was bloße Träumerei ist…

Kindergarten, Grundschule, Weiterführende Schule, Ausbildung oder Abi, dann Studium und Arbeit..
Andauernd wird etwas von uns gefordert und erwartet. Einen Großteil dieses Drucks machen wir uns irgendwann selbst. Bis wir nur noch funktionieren. Nebenbei gibt’s dann noch weitere Schwierigkeiten, wie soziale Interaktionen, Beziehungen und Hobbys. Doch letztendlich arbeiten wir nicht wirklich daran, dass wir glücklich sind. Wir suchen nach Auswegen, die uns glauben lassen, dass wir jetzt aber zufrieden sein müssten. Aber machen wir uns nichts vor:

„Von dem Geld das wir nicht haben, kaufen wir Dinge die wir nicht brauchen um Leuten zu imponieren die wir nicht mögen.“ – Tyler Durden (Fightclub)

Herz

…. Früher oder später geben wir es auf, auf unsere inneren Wünsche und Hoffnungen zu hören und beugen uns den vermeintlichen Erwartungen von außen. Schließlich möchten wir dazu gehören und anerkannt werden. Irgendwann merken wir, dass uns irgendwas fehlt. Aber anstatt in uns rein zu horchen und zu schauen, was wir wirklich brauchen, flüchten wir uns in Konsum und Ablenkung. Noch mehr Arbeit, Sport, Sex, digitale Welten, etc. um ein kleines Stück Glück zu bekommen.

Das ist auch verständlich, denn wenn wir dann doch mal kurz innehalten, merken wir meist zuerst die unangenehmen Gefühle. Und dann trauen wir uns nicht weiter zu forschen und suchen lieber Umwege, um uns das nicht anschauen zu müssen.

Besonders die Kinder meiner Generation brauchen – mehr denn je – den Mut ihren eigenen Weg zu gehen. Jemand der wirklich gerne tut, was er arbeitet, ist lang- und kurzfristig gesehen glücklicher, als jemand der versucht sich „Glück“ zu erarbeiten. So viele finden nach dem Studium keinen Job und machen Abitur nur um irgendetwas in der Tasche zu haben, um dann blindlings irgendwas zu studieren.

Wer ist Dein Boss? Herz oder Kopf?

Es werden sich kaum noch persönliche Ziele gesetzt… Aber wie auch, wenn man gar nicht weiß was man will. Doch wir können das ändern, indem wir anfangen uns mehr mit uns selbst auseinander zu setzen!

Wer, wenn nicht wir? Wann, wenn nicht jetzt?“ – Johanna von Orléans

HerzIch möchte Dir ans Herz legen, einmal in Dich hinein zu spüren, Dir Zeit zu nehmen für all die Träume, die du fallen gelassen hast… und Dir vorstellst wie Dein Leben aussähe, wenn Du es ehrlich und aus Dir selbst heraus lebst… Ja, wenn Du aufhörst, Dich von der inneren Stimme „Du bist nicht gut genug“ dominieren zu lassen und einfach mal anfängst!

Abschließend, als kleine Inspiration, diese Rede von Charlie Chaplin (16.04.1959):

„Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit,
zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin
und dass alles, was geschieht, richtig ist –
von da an konnte ich ruhig sein.
Heute weiß ich: Das nennt man VERTRAUEN.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid
nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben.
Heute weiß ich: Das nennt man AUTHENTISCH SEIN.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen
und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war.
Heute weiß ich, das nennt man „REIFE“.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben,
und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude macht,
was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt,
auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.
Heute weiß ich, das nennt man EHRLICHKEIT.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war,
von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen
und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst.
Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“,
aber heute weiß ich, das ist „SELBSTLIEBE“.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt.
Heute habe ich erkannt: das nennt man DEMUT.

Als ich mich selbst zu lieben begann,
habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben
und mich um meine Zukunft zu sorgen.
Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo ALLES stattfindet,
so lebe ich heute jeden Tag und nenne es „BEWUSSTHEIT“.

Als ich mich zu lieben begann,
da erkannte ich, dass mich mein Denken
armselig und krank machen kann.
Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte,
bekam der Verstand einen wichtigen Partner.
Diese Verbindung nenne ich heute „HERZENSWEISHEIT“.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen,
Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten,
denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten.
Heute weiß ich: DAS IST DAS LEBEN !“

Charlie Chaplin an seinem 70. Geburtstag am 16. April 1959

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